4-koma
Aus Aniki
Unter 4-koma-Manga (jap. 四コマ漫画 yonkoma manga, wörtlich Vier-Bilder-Comic) versteht man das japanische Äquivalent zum Comicstrip wie zum Beispiel den Peanuts. Anders als beim westlichen Comicstrip werden hier die vier gleichförmigen Panels in der Regel vertikal aneinander gereiht.
4-koma-Manga sind in jedem erdenklichen Format zu finden. Neben Tageszeitungen erscheinen sie beispielsweise auch in Manga-Magazinen, Frauenzeitschriften, Videospiel-Zeitschriften, Herrenmagazinen und Kochzeitschriften. Manchmal sind sie sogar im Anhang von Manga-Tankōbon zu finden.
Es gibt sogar ganze Manga-Magazine für 4-koma-Manga.
Der oftmals spezifisch japanische Humor in 4-koma-Manga ist wohl dafür verantwortlich, dass bisher nur sehr wenige Titel den Weg in den Westen gefunden haben. In Japan hat er dagegen den gleichen Stellenwert wie der Story-Manga.
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[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte des 4-koma-Manga ist prinzipiell stellvertretend für die frühe Entwicklung des Manga. Nach den comicartigen Illustrationen Hokusais Anfang des 19. Jahrhunderts waren sie die erste Comicform, die es in Japan gab.
Ab etwa 1880 fand man erste 4-koma-Manga in japanischen Zeitschriften. 1902 begann Kitazawa Rakuten die erste 4-koma-Serie mit festen Figuren, Tagosaku to Mokubee no Tokyo Kenbutsu. Ab 1920 liefen erste 4-koma Manga regelmäßig in japanischen Zeitungen. Einen ersten Hit lieferte Yokoyama Ryuichi mit Fuku-chan 1936.
1946 begann Hasegawa Machiko ihre langlaufende, enorm populäre Sazae-san-Serie. Die Serie trug maßgeblich dazu bei, den Manga als Medienform in Japan zu etablieren.
Zu diesem Zeitpunkt waren 4-koma-Manga allgegenwärtig. Als Tezuka Osamu 1947 dem Story-Manga zum Durchbruch verhalt, konzentrierte sich das öffentliche Interesse zwar erstmals auf diesen, doch dies tat der Popularität des 4-koma-Manga keinen Abbruch.
Erst in den 70er-Jahren schien es in dem Genre leicht zu kriseln und kaum frische Titel schienen mehr nachzukommen, doch spätestens, als Ueda Masashi 1982 Kobo-chan startete, war auch diese Krise überwunden. Seitdem hält der 4-koma-Manga konstant seinen Level.
[Bearbeiten] Wichtige Titel
[Bearbeiten] 1930er
[Bearbeiten] 1940er
[Bearbeiten] 1950er
- Mappira-kun von Katō Yoshirō
- Miiko-chan von Shioda Eijirō
- Honobono-kun von Tsukuda Kimihiko
- Kurari-san von Hagiwara Kenji
- Pūsan von Yokoyama Taizō
- Sennin Buraku von Kojima Kō
[Bearbeiten] 1960er
- Fuji Santarō von Satō Sanpei
- Ijiwaru Ba-san von Hasegawa Machiko
- Sanwari-kun von Suzuki Yoshiji
- Miyahi Gihyō von Miyazaki Manga Group
[Bearbeiten] 1970er
[Bearbeiten] 1980er
- Kobo-chan von Ueda Masashi
- Salary-kun von Nishimura Shū
- Haai! Akko desu von Mitsuhashi Chikako
- Tsurupika Hagemaru von Nomura Shinbo
- Bonobono von Igarashi Mikio
- Utsurun desu von Yoshida Sensha
- Shōnen Ashibe von Morishita Hiromi
[Bearbeiten] 1990er
- X – Peke von Arai Rie
- OL Shinkaron von Akizuki Risu
- Kuma no Pootarō von Ishikawa Isami
- Azumanga Daioh von Azuma Kiyohiko
- En-Joi Akira-sensei von Mizuki Masahito
- Tonari no Yamada-kun von Ishii Hisaichi
- Nono-chan von Ishii Hisaichi
- Sensei no Ojikan von Momose Tamami

