DVD

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Technik

[bearbeiten] Medium

Eine DVD (engl. digital versatile disk, "Vielseitige digitale Scheibe") ähnelt ihrer 20 Jahre älteren Schwester CD im mechanischen Format und der Art der Aufzeichnung der Daten durch mikroskopisch kleine Hügel und Täler, die bei beiden Medien von einem Laser abgetastet werden. Dank der Verwendung eines orangenen anstelle eines infraroten oder roten Lasers konnte die Datendichte auf der DVD auf das sechsfache gegenüber der CD gesteigert werden. Dadurch ergibt sich auch eine sechfach höhere Datenrate bei gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit wie bei einer CD.

Eine DVD mit einer Schicht (DVD-5) kann etwas weniger als 5 GB an Daten enthalten, eine DVD mit zwei Schichten (DVD-9) bietet Platz für mehr als 8 GB. Außerdem kann eine DVD doppelseitig mit Daten versehen werden, was bei je einer Schicht eine DVD-10, oder zwei Schichten eine DVD-18 ergibt. Da nahezu alle Player nur einen Lesekopf besitzen, müssen DVD-10 und DVD-18 in der Mitte des Films ausgeworfen und von Hand gedreht werden. Der Wechsel zwischen den beiden Datenaufzeichnungsschichten einer DVD-9 (und DVD-18) ist bei guten Playern nicht mehr zu bemerken.

Da in der Anfangszeit der DVD die Produktion von doppelschichtigen DVDs nur in wenigen Werken möglich war, wurden damals aus Kostengründen fast nur DVD-5 und DVD-10 verkauft, während heutzutage die DVD-10 praktisch ausgestorben ist und nur vereinzelt bei extrem langen Filmen auf die DVD-18 zurück gegriffen wird.

[bearbeiten] DVD-Video

Im Gegensatz zu den vielen verschiedenen Formaten für CDs(Audio, Data, VCD etc..) und den LDs, die sich vor allem an der damals verfügbaren Hardware orientierten, werden auf einer DVD alle Daten in einem Dateisystem gespeichert. Dabei ist der Film auf der DVD aus technischen Gründen meist auf mehrere Dateien verteilt, die Audiodaten sind zusätzlich davon getrennt. Tatsächlich ist der Film aber ein Datenstrom. Dieser Datenstrom ist in NTSC- oder PAL-Bildgröße und MPEG2-Komprimierungsformat mit den Audiodaten und den Untertiteln vermischt, und weist eine Datenrate von durchschnittlich 10 Megabit pro Sekunde auf.

Eine DVD kann zwei unterschiedliche Bildperspektiven und bis zu 8 unterschiedliche Tonspuren enthalten, die entweder als 44,1kHz-16Bit-Stereo-PCM (Audio-CD-Qualität) oder auch in komprimierter Form vorliegen kann. Als Komprimierungen werden dabei Dolby Digital, auf PAL-DVDs noch das aus der Mode gekommene MPEG-2 Audioformat und DTS unterstüzt. Es können 32 verschiedene Untertitelspuren enthalten sein, die als jeweils 4-farbige Bitmaps definiert werden, wobei im Normalfall ein Farbcode für die Transparenzinformation benötigt wird. Ein Realfilm von 90 Minuten Länge mit 2 komprimierten Stereo-Tonspuren findet auf einer DVD-5 Platz. Für ein sehr gutes Bild, zahlreiche Tonspuren (Dolby Digital 5.1 oder DTS, bzw. ihre 6- und 7-Kanal Erweiterungen) oder zahlreiche Extras kann auch in diesen Fall schnell eine DVD-9 notwendig werden. Bei Animes stimmt diese Rechnung so nicht, da die glatten Farbflächen und scharfen Kanten durch eine starke Komprimierung der Einzelbilder allzuleicht verrauscht und verpixelt werden. Allerdings ist bei Animes auch weniger Bewegung zwischen den Einzelbildern vorhanden, so dass ein Komprimierungsverfahren wie MPEG2 dadurch wieder Platz sparen kann. Trotzdem benötigt man häufig für Animes eine höhere Bilddatenrate als für Realfilme. Es gilt die Faustregel: 3 bis 4 Folgen von 23 Minuten Länge passen auf eine DVD-5, 7 Folgen auf eine DVD-9.

Der DVD-Video-Standard enthält auf Drängen der amerikanischen Filmindustrie einen sogenannten "Ländercode", der das Abspielen von Import-DVDs verhindern soll, sowie ein unbrauchbares Verschlüsselungssystem, mit dem das Kopieren von DVD-Video verhindert werden sollte. Während der letztere Punkt für den reinen Anime-Gucker weniger von Belang ist, sollte man dem "Ländercode" doch mehr Aufmerksamkeit widmen.

Es kann dem Anime-Fan nur wärmstens empfohlen werden, sich einen sogenannten "Codefree"-DVD-Player anzuschaffen, da nur dieser Anime-DVDs aus dem USA beliebig oft abspielt. Geräte aus dem (Hifi-)Supermarkt können zwar meist durch einen Spezialisten modifiziert werden, doch haben diese Spezialisten oft das gewünschte Gerät "Codefree" zu einem günstigeren Preis im Angebot als viele Hifi-Ketten.

[bearbeiten] Inhalt

Zuerst das wichtigste: Ein Anime ist natürlich auch drauf. Doch im Gegensatz zu Videokassetten und LDs gibt es bei den DVDs eine verwirrende Vielfalt an möglichen Bild- und Tonformaten. Bei amerikanischen DVDs sind eine englische und japanische Tonspur, sowie englische Untertitel der Standard. Der Ton liegt mindestens in Stereo vor, wobei der englische Ton immer häufiger in 5.1 abgemischt wird.

Neben dem eigentlichen Film sind auf einer DVD häufig auch noch Extras vorhanden. Sehr beliebt sind Galerien von Einzelbildern hoher Qualität, die manchmal auch nur durch nicht offensichtliche Bedienvorgänge freigeschaltet werden. Kleine Spiele sind dagegen weniger verbreitet. Auch eher selten sind Interviews mit Regisseur und Zeichnern, dafür sind Interviews mit den englischen Synchronsprechern recht häufig.

Bei deutschen DVDs sieht es nicht so einheitlich aus. Lange Zeit war es üblich, lediglich japanischen Ton und deutsche Untertitel anzubieten, inzwischen wird es jedoch auch hier üblich eine deutsch synchronisierte Fassung hinzuzufügen , die je nach Titel in der Qualität zwischen hervorragend und katastrophal liegen kann.

Einige deutsche Hersteller versehen leider ihre DVDs ausschließlich mit einer deutschen Tonspur, was bei alten Fernsehklassikern, die vor der Synchronisation überarbeitet wurden (Captain Future, Saber Rider) vollkommen verständlich, bei neuen Serien wie der Oh! My Goddess TV-Serie jedoch nicht zu entschuldigen ist.

Inzwischen wird aber auch hierzulande dem Reiz des technisch Machbaren gefröhnt und es erscheinen im Gegensatz zu den USA Titel mit Dolby Digital 5.1 und DTS-Ton. Der Unterschied zwischen beiden Tonformaten ist praktisch unhörbar, weshalb die meisten Hersteller einfach den DTS-Ton lauter abmischen. Leider hat dieser Ton-Overkill Auswirkungen auf die Bildqualität, da die Datenrate der DVD nicht ausreicht, um in kritschen Bildsequenzen sowohl Ton als auch Bild einwandfrei darzustellen.

[bearbeiten] Beschaffung

Japanische und US-DVDs bestellt man am einfachsten, wenn man denn im Besitz einer Kreditkarte ist, bei einem der einschlägigen Online-Händler. Bei US-DVDs bieten sich vor allem Händler in den USA oder Kanada an, schon weil sie im Normalfall die günstigsten Preise bieten. Sollte ein anderer Händler US-DVDs deutlich günstiger anbieten, sollte man sich die Frage stellen, ob es sich dabei nicht um Raubkopien handelt.

Allerdings erscheinen zahlreiche US-Titel auch in Australien. Die dortigen DVDs sind im allgemeinen etwas billiger, dafür sind sie im allgemeinen auf PAL-Bildgrösse und Wiederholfrequenz gewandelt, was zu Verlusten in der Bildqualität führt. Auch gibt es häufig nicht alle Extras der US-DVD. Die in Großbritannien erscheinenden DVDs basieren, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auf den australischen Mastern.

Sollte man nicht über eine Kreditkarte verfügen bieten sich verschiedene deutsche und europäische Online-Händler an.

[bearbeiten] Weblinks

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