Horror
Aus Aniki
Horror ist ein Genre, das auch bei Manga und Anime gängig ist, wobei der Übergang zum Mystery relativ fließend ist. Oft finden sich Elemente von Okkult und (japanischer) Mythologie in Horror-Werken wieder.
Der Horror-Manga (jap. ホラー漫画, horā manga), auch als kaiki manga (怪奇漫画, dt. „Schockierender Manga“) oder kyōfu manga (恐怖漫画, dt. „Terror-Manga“) bekannt, zentrierte sich in seinen Anfängen in den 1960er Jahren vor allem auf die Leihbüchereien (Kashihonya). Bis in die 1970er Jahre wurde das Genre durch Zeichner wie Umezu Kazuo (Hyōryū Kyōshitsu), Koga Shin’ichi (Eko Eko Azaraku) und Mizuki Shigeru (Gegege no Kitarō) allerdings im Mainstream populär gemacht, teils im Shōjo-Bereich, wie etwa Umezus Hebi Shōjo, wobei hier vor allem auf psychologische Erzählungsweisen gesetzt wurde, teils im Shōnen-Bereich, wo man sich vor allem auf Monster- und Geister-Erzählungen rund um unheimliche, aber sympathische Protagonisten konzentrierte.
Hino Hideshi dagegen war für alternative Magazine wie Garo tätig und arbeitete auch für den Verlag Hibari Shobō, der in den 1970er Jahren eine große Anzahl an Horror-Manga publizierte. Underground-Zeichner gingen, wie etwa bei Maruo Suehiro und Kagō Shintaro der Fall, zu extremen Darstellungen von Erotik und Gewalt über (Eroguro).
Auch wenn immer mehr Zeichner sich an Horror-Manga versuchten, waren es im Mainstream eher vereinzelte Erscheinungen. 1986 wurde vom Verlag Asahi Sonorama erstmals ein eigenes Magazine für Horror-Manga gegründet, das Halloween. Der bekannteste Mitarbeiter dieses Magazins war Itō Junji. Als Reaktion auf den Erfolg des Halloween und Zeichnerinnen wie Takashina Ryōko wurden einige andere Horror-Magazine, eher für eine weibliche Leserschaft, gegründet, darunter Horror M (Bunkasha). Magazine wie Nemuki (Asahi Sonorama), Susperia Mystery (Akita Shoten) und Apple Mystery (Shufu to Seikatsusha) können ebenfalls zum Horror-Manga gezählt werden, arbeiten aber eher mit subtilen Andeutungen und unheimlicher Atmosphäre als mit der offenen, grafischen Darstellung von schockierenden Szenen und richten sich vorwiegend an eine weibliche Leserschaft. Die wichtigsten Vertreter dieser Bewegung sind Ima Ichiko (Hyakkiyakō Shō), Akino Matsuri (Pet Shop of Horrors) und Kakinouchi Narumi (Vampire Miyu).
[Bearbeiten] Literatur
- Jason Thompson: Manga. The Complete Guide. S. 150–153.
[Bearbeiten] Weblinks
- Wikipedia-Eintrag (japanisch)

