Essen in Japan

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Das traditionelle Grundnahrungsmittel der japanischen Küche ist der Reis, genannt kome (jap. 米) oder gohan (ご飯 / 御飯), ersteres bezeichnet den Reis selber, letzteres eine Mahlzeit und gekochten Reis (朝御飯 asagohan: Frühstück; 昼御飯 hirugohan: Mittagessen; 晩御飯 bangohan: Abendessen).

[bearbeiten] Speisen

Für gewöhnlich wird in Japan jedes Essen mit hashi (御箸), einem Paar Essstäbchen, eingenommen. Ausnahmen sind nur solche Speisen, die direkt mit der hand gegessen werden. Messer, Gabel und Löffel trifft man eigentlich nur in westlichen Restaurants an.

Reis ist typischerweise fester Bestandteil jedes Frühstücks und wird auch bei jedem Essen aufgetragen. Weil Japan ein Archipel ist, ist auch Fisch (魚 sakana) häufig anzutreffen. Während der Besatzung durch die US-Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg wurde versucht, der Bevölkerung Brot statt Reis schmackhaft zu machen.

Die Vielfalt der Kochkunst beschränkt sich dabei aber lange noch nicht nur auf Fisch und Reis. So besteht eine Vorspeise zumeist aus einer Miso-Suppe (味噌), die aus einer Paste aus vergorenen Sojabohnen und Fischsud aus Seetang (出汁 dashi) hergestellt wird. Soja wird auch oft zu tofu, einer Art Sojaquark, verarbeitet.

Sukiyaki (すき焼き) ist ein Eintopf aus verschiedenen Gemüsen und Rindfleisch, shabushabu ist ungefähr das gleiche, nur daß es nicht in einem großen Topf angerichtet wird, sondern in vielen kleinen am Tisch selber, und jeder kann sich seine Portionen selber zusammenstellen (vergleichbar mit dem französischen Raclette). Chankonabe (ちゃんこ鍋) ist ein Eintopf, der eher Suppencharacter hat. Teriyaki ((照り焼き) ist mariniertes Fleisch, tenpura (天ぷら) sind frittierte Meeresfrüche.

Am vielseitigsten ist jedoch der Reis, den man als Reisbällchen (お握り onigiri), als gefüllte Reisbällchen (zum Beispiel mit Oktopusstückchen: たこ焼き takoyaki) oder als ansprechende Zubereitung mit Fisch, wasabi und gari als das bekannte Sushi (寿司) servieren kann. Häufig wird er auch als mochi (餅), ein kleiner Reiskuchen mit häufig süßen Füllungen, zubereitet.

Ein weiteres zentrale Element ist der Fisch und andere Meeresfrüchte. Verwendet werden neben unagi (鰻: Aal), koi (鯉: Aal) und Krebsfleisch (すり身, surimi, Krebsfleischimitat) auch Oktopus (蛸 tako) auf verschiedene Weisen zubereitet, ob in sushi integriert, als oden (おでん: Fischplatte) oder als sashimi (刺身: roher Fisch mit Sojasoße und Wasabi). Als besondere Köstlichkeit gilt der fugu-Kugelfisch (鰒), der besonders zubereitet werden muss, da viele Teile des Fisches giftig sind.

Schulkinder bekommen normalerweise von ihren Eltern ein bentō (弁当), eine Brotbüchse gefüllt mit Reis und Soße, mit in die Schule oder Kindergarten.

Nudeln gibt es in den unterschiedlichsten Formen, wie zum Beispiel yakisoba (焼きそば, Bratnudeln), sōmen (素麺, Eisnudeln), rāmen (ラーメン) oder udon (うどん: Nudeleintopf).

Auch an Süßspeisen mangelt es nicht, so gibt es zum Beispiel Reiscracker (煎餅 senbei), okonomiyaki (お好み焼き: Pfannkuchen mit Kohl und verschiednen Füllungen), taiyaki (たい焼き: Mit süßer Bohnenpaste gefüllte Teigstücke, meist in Fischform) und yōkan (羊羹: eine Süßspeise aus Adzuki-Bohnen, Stärke und Zucker).


[bearbeiten] Anime und Manga

Viele Anime und Manga, egal welchen Genres, behandeln die japanische Küche. So zum Beispiel der Seinen-Manga Oishimbo, der seit 1983 erscheint und bisher 94 Bände umfasst. Einen ähnlichen Erfolg kann Cooking Papa von Ueyama Tochi aufweisen. Weitere Manga rund um Essen, die dem Seinen-Genre zuzuordnen sind, sind zum Beispiel Natsuko no Sake über eine junge Werbetexterin, die einige Zeit bei einer Sake-Brauerei verbringt, Heaven? von Sasaki Noriko über ein französisches Restaurant in Japan, Ramen Hakkenden von Kube Rokurō und Taishikakka no Ryōrijin von Kawasumi Hiroshi und Nishimura Mitsuru.

Kogepan erzählt die Geschichte eines verbrannten Brotes, das zum Außenseiter wird, weil niemand verbranntes Brot kauft. Die 26-teilige Anime-Serie Ocha-ken wirkt auf den ersten Blick wie ein Werbefilm der japanischen Tee-Industrie: kleine niedliche Tee-Hunde machen niedliche Sachen. Delicious! ist ein Shōjo-Manga rund um Essen, der auch einiges an Romantik zu bieten hat.

Besonders beliebt ist das Thema Kochen im Shōnen-Manga. Saijyō Shinjis Iron Wok Jan! handelt von einem chinesischen Restaurant in Tokio, in dem einige Köche rasante Wettkämpfe austragen. Curry Naru Shokutaku erschien im Manga-Magazin Young Jump und behandelt Curry. Das in China angesiedelte Cooking Master Boy wurde in eine Manga- und in eine Anime-Serie umgesetzt.

Der einzige in Deutschland erschienene Essens-Manga ist zugleich auch einer der außergewöhnlichsten: Hashiguchi Takashis Yakitate!! Japan erschien in Japan im Shōnen Sunday-Magazin. Ein Junge geht nach Tokio, um dort den ersten Schritt in Richtung weltbester Bäcker zu unternehmen. Brot ist in Japan noch lange nicht so beliebt wie Reis, Azuma Kazuma kann jedoch mit seinen Backkünsten sogar seinen sturen Großvater vom Geschmack von Brot überzeugen.

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