Neon Genesis Evangelion

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Studio: GAINAX

Art: Fernsehserie
Lizenziert von: ADV Films, Universum
Genre: Action, Giant Robot, Character Analysis, Serious
Erschienen: 1995
Episoden: 26
Filme: 2
Mecha Design: Yamashita Ikuto

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Handlung

Neon Genesis Evangelion (jap. 新世紀エヴァンゲリオン Shin Seiki Evangelion; auch kurz NGE) ist eine sehr erfolgreiche 26teilige Anime-Serie, die von Oktober 1995 bis März 1996 im japanischen Fernsehen lief. Inzwischen gibt es zu NGE auch einen Manga, dessen Handlung dem Anime sehr ähnlich ist.

Auf den ersten Blick sah Neon Genesis Evangelion wie eine typische action-orientierte Giant-Robot-Serie aus, über den 14-jährigen Shinji Ikari, der eigentlich nur seinen Vater besuchen soll, sich aber plötzlich in einer geheimen Anlage unter dem Kommando seines Vaters wiederfindet und einen riesigen Roboter steuern soll...

Roboter, die nur von speziell befähigten, 14-jährigen Kindern gesteuert werden können und die dabei gegen gegnerische Monster bestehen müssen, die allgemein als „Angel“ bezeichnet werden. Doch nach und nach nimmt die Bedeutung der Kämpfe ab und die seelischen Konflikte in Shinji zu und das Ende nahm schließlich eher einen philosophischen Charakter an, wodurch es unter vielen Fans zu einem regelrechten Aufschrei kam.

Um die aufgebrachte Menge zu beruhigen, und vor allem die eigene Kasse weiter aufzubessern, kündigte man relativ schnell zwei Kinofilme an, doch während der erste Kinofilm sich bald als nur wenig erweiterte Zusammenfassung der TV-Serie darstellte, wurde die Handlung der letzten 3 Episoden im letzten Kinofilm The End of Evangelion wesentlich actionbetonter dargestellt, beharrte aber weiterhin auf einem sehr starken psychologischen Ende.

Doch während manche Anhänger diese Serie als Offenbarung im Animebereich verstehen, bezeichnen andere sie als recht überschätzte Giant-Robot-Serie, die am Ende mehr über den Regisseur Hideaki Anno aussagt, als über alles andere. Trotzdem ist der Einfluß dieser Serie auf nachfolgende Anime-Serien nicht zu verkennen. So sind sogar Serien wie RahXephon in großen Teilen nichts anderes als Nachahmungen von Neon Genesis Evangelion mit einer etwas anderen Story und anderen Charakteren.

[bearbeiten] Veröffentlichungen

[bearbeiten] USA

Diese Serie spielte für ADV Films eine ganz besondere Rolle. Zum einen war es für sie nach Blue Seed erst ihre zweite TV-Serie und zum anderen war die Lizenz für diesen Titel alles andere als billig. Doch man hatte ehrgeizige Ziele: man wollte aus dem Nischenmarkt, den Anime damals in den USA darstellte, ausbrechen und in die großen Videothekenketten, um einen erheblich größeren potentiellen Kundenkreis für sich gewinnen. Doch dafür mußte man die Tapes für einen sehr knapp kalkulierten Preis an die Ketten abgeben. Die Lizenzkosten konnte man nur über die erhofften größeren Stückzahlen bewältigen. Wäre die Rechnung nicht aufgegangen wäre ADV Films erledigt gewesen. Doch das Risiko ging auf. Die Absatzzahlen übertraffen sogar die eigenen Erwartungen, dabei waren die Preise nach heutigen Maßstäben katastrophal: Eine Kassette enthielt 2 Episoden und englisch synchronisiert kostete sie $19.98, mit englischen Untertiteln und japanischen Ton sogar $29.98, doch für die damaligen Verhätnisse waren es vollkommen normale Preise! Und damit hatte ADV Films einen direkten Zugriff auf die großen Ketten und konnte Stückzahlen erreichen von denen die Konkurrenz nur träumen konnte (bis sich Pioneer entschloß auch Tapes zu produzieren).

Die nächste Veröffentlichung dieses Klassikers kam im Jahr 1999, als man sich entschloß nach mehreren keineren DVDs auch diesen Klassiker in digitaler Form in die Läden zu bringen. Dafür griff man entsprechend GAINAX Vorstellungen auf die deutschen Masterbänder zurück, in denen zahlreiche Bildfehler der alten Masterbänder digital retuschiert wurden. Doch die Bildqualität entsprach bei weitem nicht den Erwartungen und fest eingeblendete englische Übersetzungen einiger Schilder taten ihr übriges um die Fangemeinde überkochen zu lassen. Um der Angelegenheit Herr zu werden griff man wieder tief in die Tasche: man schaffte alle verfügbaren Masterbänder zum damals aus Anime-Sicht besten und teuersten Masteringstudio CinePOP, damit diese erst mal die Master überprüften. Und anschließend mit Hilfe der besten Master eine vernünftige DVD-Fassung zu produzieren. Entsprechend dem damaligen Standard war damit die Serie nur noch 8 DVDs lang.

Später erwarb Manga Entertainment die Lizenz für die beiden Kinofilme, nachdem ADV Films wenig Interesse zeigte, die überhöhten Lizenzforderungen von Gainax zu erfüllen. Manga Entertainmentverpflichtete dafür sogar die die meisten alten Synchronsprecher von ADV Films, doch die Filme verfehlten die sehr hohen avisierten Verkaufszahlen bei weitem.

Nach diesem eher teuren Vergnügen vertrug man sich wieder mit ADV Films, die daraufhin auch die letzten 6 TV-Episoden neu als Directors Cut Boxset (um Szenen aus dem Film erweitert) neu veröffentlichen. Außerdem hat man auch die neu in Japan erschienenden neu gemasterten und mit 5.1 Ton versehene TV-Serie lizenziert und veröffentlicht sie unter der Bezeichnung "Neon Genesis Evangelion - Platinum Edition".

[bearbeiten] Deutschland

[bearbeiten] Rereleases 2004-2005

ADV Films veröffentlicht nun auch seit Ende 2004 nach und nach die Platinum Edition in Deutschland. Die DVDs enthalten sowohl die japanische Tonspur allerdings nur in Dolby 2.0, dafür dann aber jeweils eine englische und eine deutsche Tonspur in 5.1. Ebenfalls komplett sind die deutschsprachigen Untertitel, die nun auf den Synchrondialogen basieren und auch dann eingeblendet werden, wenn Namen in japanischen Kana zu sehen sind.

Die beiden Filme Death & Rebirth und End of Evangelion wurden im August 2005 von Panini auf je einer DVD veröffentlicht. Als einzige Neubesetzung in der deutschen Synchronisation ist der Sprecher von Kaji zu beklagen, dennoch findet sich zusätzlich zur deutschen, englischen und japanischen Tonspur auch eine italienische. Auch das Bild ist kein Vergleich zu dem Remaster der Platinum Edition - es ist relativ kontrastarm.

[bearbeiten] Sprecher

[bearbeiten] Manga

Der Manga von Sadamoto Yoshiyuki erscheint in Deutschland bei Carlsen, übersetzt von Antje Bockel. Die Geschichte unterscheidet sich vom Anime nur in Kleinigkeiten.

Nr. Titel ISBN erschienen
1 Angriff der Engel ISBN 3-551-74131-X 01.1999 (?)
2 Der Junge und das Messer ISBN 3-551-74132-8 02.1999
3 Weiße Narben ISBN 3-551-74133-6 03.1999
4 Asuka ISBN 3-551-74134-9 04.1999
5 Der Grabpfeiler ISBN 3-551-74135-2 11.2000
6 Fourth Children ISBN 3-551-74136-0 06.2001
7 Der Kampf eines Mannes ISBN 3-551-74137-9 06.2002
8 Mother ISBN 3-551-74138-7 07.2003
9 Fifth Children ISBN 3-551-74139-5 01.2005
10 Tränen ISBN 3-551-74140-9 12.2006
11 Die Erinnerung einer Hand ISBN 3-551-75451-6 05.2008

Seit März 2005 gibt es auch ein Manga-NGE-Derivat namens "Neon Genesis Evangelion, Iron Maiden 2nd" (Kurze Inhaltsangabe wird nachgereicht). Übersetzt wird er von Alexandra Betz. Folgende Bände sind bereits erschienen:

Nr. Titel ISBN erschienen
1 Iron Maiden 01 ISBN 3-551-78111-7 03.2005
2 Iron Maiden 02 ISBN 3-551-78112-5 06.2005
3 Iron Maiden 03 ISBN 3-551-78113-3 01.2006
4 Iron Maiden 04 ISBN 3-551-78114-1 04.2006
5 Iron Maiden 05 ISBN 978-3-551-78115-4 03.2007
6 Iron Maiden 06 ISBN 978-3-551-78116-1 05.2007

[bearbeiten] Weblinks

  • Evangelion-Armageddon - Die größte und umfassendste deutsche Evangelion-Fangemeinde im Web. u. a. Galerien, Texte der einzelnen Episoden, massig Hintergrundinfos etc.
  • EvangelionNet Forum - Ein Forum zum Thema Neon Genesis Evangelion
  • Geosektor.de - Die Seite zum Kultanime der 90er Jahre. Sehr viele Informationen rund um Evangelion und darüber hinaus.
  • Nervarchiv - Eine der ältesten NGE-Seiten überhaupt.
  • Evapedia - Ein Wiki speziell zu NGE
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