Rōmaji
Aus Aniki
Bei den Rōmaji (ローマ字) handelt es sich um das lateinische Alphabet. Der Begriff setzt sich aus den Kana ローマ; für roman und dem Kanji 字; für Zeichen zusammen. Es wird manchmal (aber längst nicht überall) zur Umschrift von japanischen Schildern verwendet, damit sich Ausländer besser zurechtfinden, und wird teilweise auch zu Marketing-Zwecken benutzt, weil in Rōmaji geschriebenes Englisch besonders modern und international wirken soll. Da alle Schüler in Japan heutzutage Englisch lernen, lernen auch alle Rōmaji. Es gibt zwei Transkriptionsysteme in Rōmaji: Das Hepburnsystem und das Kunreisystem.
Heute ist Rōmaji für Japaner als Eingabe-Methode auf Computern (die in Japan fast immer englische Tastaturen haben) noch wichtiger als als internationale Kommunikationsweise. Um auf dem Computer Japanisch zu schreiben, buchstabiert man gewöhnlich in Rōmaji, die auf dem Bildschirm zunächst als Kana erscheinen; sobald ein Wort fertig ist, drückt man die Leertaste, und der Computer setzt die Kana bei Bedarf in Kanji um. Gibt es mehrere gleich ausgesprochene Kanji-Kombinationen, wählt man die richtige aus einer angebotenen Liste aus.
Oft wird Rōmaji fälschlicherweise Rōmanji geschrieben.

