Studio Ghibli
Aus Aniki
Studio Ghibli (jap. スタジオジブリ sutajio jiburi) ist eines der bekanntesten japanischen Zeichentrickstudios. Es hat viele erfolgreiche Kinofilme geschaffen, hat aber auch verschiedene TV-Serien, sowie Sach- und Lehrfilme für Kinder produziert. Es wurde 1985 von Miyazaki Hayao und Takahata Isao gegründet.
Das Studio entstand durch den Erfolg des 1984 erschienenen Kinofilm Nausicaä. In den folgenden Jahren produzierte Ghibli weitere äußerst populäre Filme, die in Japan oftmals zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres wurden. Darunter Tonari no Totoro, ein Kinderfilm über ein Monster, Die letzten Glühwürmchen, ein erschütterndes Antikriegs-Drama und Kikis kleiner Lieferservice über eine kleine Hexe. Der große internationale Durchbruch folgte 1997 mit dem Fantasy-Epos Prinzessin Mononoke. 2001 gelang Ghibli mit Chihiros Reise ins Zauberland ein Riesenerfolg, der gleichzeitig zum am meisten ausgezeichneter Zeichentrickfilm aller Zeiten avancierte.
In Japan existiert ein Museum, das sich ganz dem Themenbereich Studio Ghibli widmet.
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[Bearbeiten] Internationaler Vertrieb
Durch ein Abkommen zwischen Walt Disney Corporation und Tokuma Shoten von 1996 (auch Disney-Ghibli-Deal genannt) hat der Disney Konzern den weltweiten Vertrieb (ausser Asien) der Studio Ghibli Produktionen übernommen (Ausnahme: Die letzten Glühwürmchen). Teil dieses Abkommens ist das Verbot der Nachbearbeitung der Filme (abgesehen von der Synchronisation).
[Bearbeiten] Namensbedeutung
Der Name Ghibli geht auf die italienische Bezeichnung für einen heißen Sahara-Wüstenwind zurück, die ab dem Zweiten Weltkrieg auch für italienische Kampfbomber verwendet wurde. Als Luftfahrt-Fan wählte Miyazaki diesen Namen, um zu zeigen, dass er im wahrsten Sinne des Wortes "frischen Wind" in die japanische Anime-Industrie bringen wollte. Allerdings unterlief ihm dabei ein Fehler, da das G in Ghibli wie in Gift, im Studionamen jedoch weich wie in Jeep ausgesprochen wird.
[Bearbeiten] Produktionen (unvollständig, nach Datum sortiert)
- Das Schloss im Himmel (天空の城ラピュタ Tenkū no Shiro Rapyuta, engl. Laputa: Castle in the Sky, 1986)
- Mein Nachbar Totoro (となりのトトロ Tonari no Totoro, engl. My Neighbor Totoro, 1988)
- Die letzten Glühwürmchen (火垂の墓 Hotaru no Haka, engl. Grave of the Fireflies, 1988)
- Kikis kleiner Lieferservice (魔女の宅急便 Majo no Takyūbin, engl. Kiki's Delivery Service, 1989)
- Tränen der Erinnerung (おもひでぽろぽろ Omohide Poro Poro, engl. Only Yesterday, 1991)
- Porco Rosso (紅の豚 Kurenai no Buta, engl. Porco Rosso, 1992)
- Umi ga Kikoeru (海がきこえる, engl. Ocean Waves, 1993)
- Heisei Tanuki Gassen Ponpoko (平成狸合戦ぼんぼこ, engl. Pom Poko, 1994)
- Stimme des Herzens (耳をすませば Mimi wo Sumaseba, engl. Whisper of the Heart, 1995)
- Prinzessin Mononoke (もののけ姫 Mononoke Hime, engl. Princess Mononoke, 1997)
- Familie Yamada – Meine verrückten Nachbarn (となりの山田くん Tonari no Yamada-kun, engl. My Neighbors the Yamadas, 1999)
- Giburīzu (ギブリーズ, engl. Ghiblies, 2000)
- Chihiros Reise ins Zauberland (千と千尋の神隠し Sen to Chihiro no Kamikakushi, engl. Spirited Away, 2001)
- Das Königreich der Katzen (猫の恩返し Neko no Ongaeshi, engl. The Cat Returns, 2002)
- Das wandelnde Schloss (ハウルの動く城 Hauru no Ugoku Shiro, engl. Howl's Moving Castle, 2004)
- Taneyamagahara no Yoru (種山ヶ原の夜, 2006)
- Die Chroniken von Erdsee (ゲド戦記 Gedo Senki, engl. Tales from Earthsea, 2006)
- Gake no ue no Ponyo (崖の上のポニョ, engl. Ponyo On A Cliff, 2008)
- Iblard Time (2008)
[Bearbeiten] Weblinks
- Ghibli Homepage (japanisch)
- Ghibli Museum (japanisch, Tickets auch auf Englisch)
- Nausicaa.net, Ghibli-Fanpage (englisch)
- deutschsprachige Homepage zum Thema Studio Ghibli

